Bei der Schwäbischen Futsal-Meisterschaft bietet Buchloe hochkarätigen Gegnern die Stirn. Am Ende wird das Regelwerk zum Stolperstein.
Über den Sieg bei der Ostallgäuer Futsal-Hallenmeisterschaft und die Finalteilnahme an der Allgäuer Endrunde hatte sich der FC Buchloe erstmalig für die Finalrunde auf Bezirksebene qualifiziert. Die endete aber denkbar unglücklich.
Bei der Schwäbischen Meisterschaft in Stadtbergen wurde der FCB in die Vorrundengruppe II gelost und musste den Auftakt gegen den Augsburger Hallenmeister und Bezirksligazweiten TSV Haunstetten bestreiten. Die Augsburger gingen nach vier Minuten in Führung. Der FCB blieb jedoch im Spiel: Murat Pamuk erzielte mit einem strammen Schuss in den Winkel den Ausgleich. Mit etwas Glück und Geschick hielt der FCB das Ergebnis bis Spielende.
Im zweiten Spiel war der Gegner der FC Lauingen, ein Kreisligist aus dem Spielkreis Donau. In der ausgeglichenen ersten Spielhälfte gelang Drilon Zejnulai der Führungstreffer, der aber postwendend ausgeglichen wurde. Zum Ende der zehnminütigen Spielzeit spielte nur noch der FCB. Der Schütze des ersten Treffers und nochmals Murat Pamuk entschieden das Spiel klar für die Ostallgäuer.
Mit vier Punkten aus zwei Spielen ging es in die letzte Partie gegen den Bezirksligatabellenführer TSV Meitingen. Für beide Teams ging es um den Einzug ins Halbfinale. Entsprechend vorsichtig begannen beide. Meitingen ging nach acht Minuten in Führung, doch kurz vor Schluss gelang Daniele Cimini der viel umjubelte Ausgleich. Damit stand der FCB mit fünf Punkten, ohne Niederlage und einer Tordifferenz von plus zwei sensationell an der Tabellenspitze – vor Haunstetten und Meitingen, die die gleiche Punktzahl mit einer schlechteren Tordifferenz hatten.
Doch aus der Halbfinalteilnahme wurde – auch sehr zur Verwunderung vieler Zuschauer – trotzdem nichts. Denn das Regelwerk des BFV sieht bei Punktgleichheit mehrerer Teams eine andere Bewertungsgrundlage vor. Durch die Bildung einer sogenannten Sondertabelle, bei der nur die punktgleichen Teams miteinander verglichen werden, rutschte der FCB auf Platz drei ab und schied somit aus.
Auch wenn das Ausscheiden des FCB mehr als bitter war, so kann das Team stolz auf die Hallensaison sein. Über drei Turniere konnten sich die Gennachstädter gegen Mannschaften aus teils deutlich höheren Ligen durchsetzen oder auf Augenhöhe bewegen. Dies sollte Selbstvertrauen und Mut für die Mitte März beginnende Rückrunde in der Kreisklasse geben. Für die ist das Ziel, den Platz an der Sonne zu verteidigen.
Für den FCB spielten: Marco Plank (TW), Andre Hartmann (C), Manuel Scherers, Simon Weber, Murat Pamuk (2), Drilon Zeynulai (2), Uli Weller, Daniele Cimini (1), Niklas Kugel und Hallencoach Patrick Bail.
